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06.09.2010
 
 
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Geschrieben von Administrator   
08.11.2006


Wir trauern um Wolfgang Hupak – Obmann des CI-Selbsthilfeverein Steiermark und ein Freund

ein persönlicher Nachruf von Markus Raab


Wolfgang Hupak ist tot.

 

                                                                        HUPAK Wolfgang

Rose Rose

   

Dieser Satz klingt unglaublich, ganz gleich, ob ich ihn schreibe oder laut vor mich hinspreche. Er klingt so unglaublich, weil Wolfgang wie kein anderer mir bekannter Mensch ganz im Leben stand, voller Tatendrang war, der auch auf andere ansteckend wirkte. Sein ständiger Einsatz für Gehörlose Personen hielt ihn fit. Ich habe ihn das letzte Mal "live" während der Modellbahnausstellung für Gehörlose in Steinbrunn im Oktober 2006 gesehen. Wolfgang und seine Gattin hatten uns bei der Ausstellung besucht, für 2007 hatte er etliche Pläne vor. Bei dieser Gelegenheit wurden sie vom ORF- Burgenland interviewt. Diskussionen mit Wolfgang waren anregend, lebhaft, auf ungemein bereichernde Weise impulsiv. Keine Minute davon hätte ich missen wollen.

Diese nur ein paar Wochen zurückliegenden Erinnerung habe ich gerade während dem Schreiben vor Augen. Sie machen das Unglaubliche noch unglaublicher. Sie sind so fern von allem, was man mit Tod in Verbindung bringt. Wolfgang war nicht nur in diesen Stunden fähig, alles nur Erdenkliche aufzunehmen, sich für andere Menschen zu interessieren und die Welt geradezu in sich aufzusaugen. Mit seinem ungebrochenen Einsatz für ein Besseres als das, was diese Gesellschaft ist, in ihrem moralischen Rigorismus und in ihrem gleichzeitigem Interesse. Er war wieder einmal mehr das genaue Gegenteil dieser Sattheit und Resignation, die so viele in unserer Gesellschaft ergriffen und gelähmt hat. Wolfgang war ein vitaler Mensch, hatte an dem Thema Schwerhörigkeit großes Interesse und war zugleich von einer Bescheidenheit, wie man sie selten findet.

Seine Menschlichkeit war bestechend, jede Form von Falschheit war ihm fremd. Viele Leute konnten mit dieser Ehrlichkeit und Direktheit sowie mit seinem unparteiisches Engagement nicht umgehen. Er wurde beschimpft und beleidigt, gedemütigt und in den Dreck gezogen! Seine Aufdeckertätigkeit war vielen ein Dorn im Auge. Viele bangten um Ihre Professionen und Gewinne, fühlten sich angegriffen. Er ließ sich von keiner Firma oder Organisation bestechen – und es war gut so. Unparteiische Hilfe für Hörbeeinträchtigte Personen war und ist für uns das Wichtigste. Was lag da näher, als Wolfgang zu bitten, sich mit dem Selbsthilfeverein Burgenland und Niederösterreich zusammen zu tun und uns zu helfen.

Seither hat Wolfgang nicht einfach nur geholfen, sondern mit seiner Arbeit in der Steiermark vieles erreicht. Die Lücke, die sein plötzlicher Tod reißt, lässt sich mit nichts füllen. Von der menschlichen Lücke möchte ich erst gar nicht reden, denn diese Trauer lässt sich nicht in Worte fassen.

Schon in ein bis zwei Jahren wird sehr deutlich werden, dass Wolfgang nicht nur als Mensch fehlt, sondern dass mit Ihm auch ein einzigartiges Engagement für Gehörlose, Schwerhörige und Hörbeeinträchtigte und deren Arbeiten weggebrochen ist. Wolfgang Hupak, der seine eigene Person und seine enorme Leistung nie in den Mittelpunkt gestellt hat.

Nur die wenigsten wussten beispielsweise, dass er bei Verhandlung über die Versorgung mit Cochlear Implantate (Ci) für die Steiermark dabei war! Er führte auch mit Prim. Univ.-Prof. Dr. K. Albegger (HNO-Salzburg) viele Gespräche weiters war Wolfgang auch mit Ing. Ewald THURNER Area Manager der Fa. Med El ständig in Verhandlungen um die Situation der Versorgung in der Steiermark zu verbessern.

In tiefer Trauer geben wir bekannt, dass Wolfgang Hupak am Dienstag,

den 6. November 2006, im Alter von 60 Jahren in Folge einer Herzattacke im LKH – Leoben verstorben ist.

Die Verabschiedung von Wolfgang Hupak findet am 13.11.2006 beim
Zentralfriedhof, 8700 Leoben, Scheiterbodenstraße 1, um 10.00 Uhr, statt
(Bestattungsinfo unter Tel.: 03842 / 82380-601).
Im Sinne von Wolfgang bitte ich, von Blumenspenden abzusehen und den
dafür gedachten Betrag für die Witwe Frau Rosmarie Hupak zu verwenden.
Es besteht die Möglichkeit die Spenden auf das Vereinskonto des
CI-Selbsthilfeverein Steiermark,  Kto.Nr. 813.105.740.07, BLZ 14000, bei
der BAWAG, direkt zu überweisen. (Bitte den Grund der Überweisung nicht vergessen!)

DANKE


Letzte Aktualisierung ( 10.11.2006 )
 
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