| Rafael KOCSIS |
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| Erfahrungsberichte | ||||
| Geschrieben von Rafael KOCSIS | ||||
| 07.07.2004 | ||||
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27.September 1998:
27. September 1998: Ganz nach Plan und komplikationslos komme ich zur Welt, ich: Rafael Kocsis. Meine Eltern und meine beiden großen Brüder freuen sich sehr über ein gesundes Baby. Gleich nach der Geburt stellt sich jedoch bei einem routinemäßigen Neugeborenen-Hörscreening heraus, dass mit meinem Gehör etwas nicht stimmen kann. Mehrere Versuche, die AOE's zu messen enden negativ. Nach der endgültigen Diagnose, die im Anschluss an eine BERA erstellt wird, stürzt eine Welt für meine gesamte Familie zusammen. Ich konnte nicht hören! Später einmal, wenn ich erwachsen bin, werden mir meine Eltern erklären können, wie sie mit der Tatsache umgehen lernten, ein hochgradig schwerhöriges Kind zu haben, das - wie sich später herausstellte - an einer Connexin 26 Fehlstellung (also einem Erb-Gendefekt) litt. Nicht einmal sechs Monate alt, trage ich beidseits bereits Hörgeräte, sehr gerne und immer. Ich lerne mich schön langsam an eine „hörende Welt, voller Lärm" zu gewöhnen. Auf Sprache reagiere ich zunächst nicht. Bereits in dieser frühen Zeit beginnt für mich der Ernst des Lebens, ich muss nicht nur das lernen, was „normale" Babies lernen, sondern ich muss auch hören und sprechen lernen. Etwas, dass andere Kinder ganz von selbst aufschnappen, bedeutet für mich harte Arbeit, Therapie und Training. Ein ganz entscheidender Schritt in meiner Hör- und Sprachentwicklung war die Unterstützung durch eine mobile Frühfördnerin, die ich sofort ins Herz geschlossen hatte und die Frühförderung am Bundesinstitut für Gehörlosenbildung in Wien. Dabei haben meine Eltern viel Unterstützung und Hilfe bekommen, wie sie mit mir umgehen sollten, damit ich bestmöglich gefördert werden würde.
Ab
meinem 3. Lebensjahr besuchte ich für insgesamt drei Jahre den
Sonderkindergarten des Bundesinstitutes für Gehörlosenbildung in Wien.
Das war für mich und meine Familie eine ziemliche Anstrengung. Denn wir
wohnen im Burgenland und mussten ziemliche lange Anfahrtszeiten dafür
in Kauf nehmen. Im Kindergarten besuche ich eine Gruppe mit CI-Kindern,
hier lernte ich zum ersten Kinder kennen, die in CI tragen. Ich habe im
Kindergarten sehr große Fortschritte gemacht. Aber schön langsam kam
der Wunsch auf, auch so ein „Wunderding" zu bekommen, denn die
CI-versorgten Kinder konnten sehr viel deutlicher sprechen als ich und
auch sehr viel genauer hören als ich. |
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| Letzte Aktualisierung ( 07.04.2006 ) | ||||
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